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Unsere Auffassung zu den Plänen von SPD Kultusminister Matschie die Schulnoten in Thüringen bis zur Klassenstufe 8 abzuschaffen

10.04.2011 von Georg Bräutigam

Die Arnstädter Heimatzeitschrift “Arnstädter Stadtecho” befragte die Fraktion Pro Arnstadt zu den Plänen des Thüringer Kultusministers Christoph Matschie(SPD), die Schulnoten bis zur 8.Klasse abzuschaffen und durch verbale Leistungseinschätzungen zu ersetzen und das Sitzenbleiben in den Klassenstufen 3,5 und 7 zu verbieten?

Hier unsere Stellungnahme:

Mit großer Sorge beobachten wir die ständigen Reformversuche am Thüringer Bildungssystem, welches durch den leidigen Förderalismus von jeden der 16 Landesregierungen selbstständig geregelt werden kann. Jeder neueKultusminister betrachtet diesen Bereich als Reformspielplatz zu Lasten unserer Kinder, die einmal in einer leistungsorientierten Gesellschaft leben und arbeiten sollen. Schon heute beklagt die Wirtschaft das schlechte Bildungsniveau der Schulabgänger, was sich in Zukunft noch verstärken wird. Wie die Abschaffung der Benotung bis zu 8 Klasse und des Sitzenbleibens leistungsfördernd und motivierend wirken sollen, bleibt allein das Geheimnis von Christoph Matschie(SPD). Vielmehr wird Verunsicherung unterLehrern und Eltern verbreitet, die schon jetzt massiven Widerstand leisten. Ob es was nützt? Zu Recht fragen die sich, wie sollen Lehrer leistungsschwache Schüler stärker fördern ohne leistungsstarke bei deren Bemühungen zu vernachlässigen? Wir sprechen uns klar gegen die Pläne Matschies(SPD) aus und plädieren gar für eine Vereinheitlichung des deutschen Bildungssystems, gleiche Schulbücher für alle, unter Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems, das Stärken und Schwächen einzelner Schüler optimal berücksichtigt. Massiver Abbau von Bürokratie würde Einsparungen in Millionenhöhe bedeuten. Darüber hinaus sollten pädagogische Reformen auf den Weg gebracht werden. Zum Beispiel könnten Lernpatenschaften organisiert werden, wo starke Schüler Schwachen helfen, was es vereinzelt schon gibt. Angenehmer Nebeneffekt wäre die Stärkung der sozialen Kompetenz, die unserer gesamten Gesellschaft zu Gute käme. Wie PISA gezeigt hat sind die konservativ geführten Länder auf den vordersten Plätzen. Daher hoffen wir auf mehr Einfluss vom sozialdemokratischen Koalitionspartner CDU bei Änderungen der neuen Schulordnung.

Fraktion Pro Arnstadt

im Stadtrat der Stadt Arnstadt

Änderungsantrag zum Beschlussantrag Nr.2011/0325-Erhalt des Gebäudes Schlossplatz 2 als Schulstandort

27.03.2011 von Georg Bräutigam

Anlässlich der Stadtratssitzung am 31.03.2011 bringen die Fraktionen von Pro Arnstadt und der CDU folgenden Änderungsantrag ein;

Die Stadt Arnstadt tritt dafür ein, das Gebäude des ehem. Neideckgymnasiums Am Schlossplatz in Arnstadt als Schulstandort zu erhalten. Der Bürgermeister und alle Kreistagsmitglieder der Stadt Arnstadt werden gebeten, dies gegenüber dem Schulträger und im Kreistag entsprechend zum Ausdruck zu bringen.

Anmerkung:

Anlässlich der Kreistagssitzung zur Schulnetzplanung wurde der Antrag des Landrates der wie folgt lautete- Der Schulteil 2 des Staatlichen Gymnasiums Arnstadt wird ab dem Schuljahr 2011/12 aufgegeben- um den Antrag der Stadtratsfraktionen von Pro Arnstadt und der CDU verändert. Damit konnte der Erhalt dieses Gebäudes auch nach Sanierung als Schule erreicht werden.

Frühjahrsempfang der Arnstädter Wirtschaft

18.03.2011 von Georg Bräutigam

Pro Arnstadt als Initiator des Neujahrs/Frühlingsempfang der Arnstädter Wirtschaft 2011

 

Da sich der Haushalt unserer Heimatstadt Arnstadt für das Jahr 2011 zu Beginn des Jahres sehr komplizierten darstellte, entschied sich unser Bürgermeister Hans Christian Köllmer, den Neujahrsempfang 2011 ausfallen zu lassen und damit Kosten zu sparen!

Unser Fraktionsvorsitzender Georg Bräutigam ergriff daraufhin, in Absprache mit unserem Bürgermeister, die Initiative, eine ähnliche Veranstaltung in Zusammenarbeit mit den Arnstädter Unternehmervereinen zu organisieren. Ganz besonders sollten Arnstädter Kinder und Jugendliche, die im vergangenen Jahr besondere Leistungen erbracht haben, gewürdigt werden.

Im Vorfeld aller weiteren Absprachen und Übergaben der Trägerschaft dieser Veranstaltung an die Unternehmer -und Wirtschaftvereine erklärten sich heimatverbundene Arnstädter Unternehmen wie die Firma Frischback, die Stadtbrauerei Arnstadt, der Blumenhandel Dirk Leffler, die GB Druckerei Thomas Buchtzik , der Verlag Kirchschlager und „die Thüringer bereit, diese Veranstaltung intensiv mit Produkten und Leistungen kostenfrei für diesen Empfang zu unterstützen.

Auch die Musikschule Arnstadt Ilmenau konnte durch die Fraktionsmitglieder Georg Bräutigam und Stefan Buchtzik zur Programmgestaltung in letztlich sehr guter Qualität gewonnen werden.

Dafür den Dank der Arnstädter Stadtratsfraktion „ Pro Arnstadt“.

Als Träger der Veranstaltung konnte die Initiative Erfurter Kreuz und der Unternehmerverein e.V. Arnstadt durch unseren Fraktionschef gewonnen werden, die sich dann sehr engagiert um die weitere Ausgestaltung dieser, für unsere Heimatstadt wichtigen und letztlich auch gelungenen Veranstaltung einbrachten.

Ein herzliches Dankeschön in diesem Zusammenhang auch an die Stadtmarketing Arnstadt GmbH Herrn Goesel und Herrn Neumann und ganz besonders an Frau Stiel von der Stadtverwaltung Arnstadt, ohne deren engagierte Unterstützung und Anleitung die Veranstaltung nicht das Niveau erreicht hätte, mit der sie letztlich stattfand. Ein besonderes Lob auch an Frau Dr. Zimmermann und Michael Kirchschlager, die locker und ungezwungen durch den Abend moderierten, sowie Herr Winter, der für die ausgezeichneten Kinder und Jugendlichen fast immer eine passende, motivierende Ansprache fand.

Eine letztlich sehr gelungene Veranstaltung, die ca. 400 Gäste besuchten und die für kommende Jahre, auch und ganz besonders für die Arnstädter Unternehmerschaft, durchaus die Option eröffnet, vergleichbares zu organisieren.

 

Fraktion Pro Arnstadt

Die Fraktion Pro Arnstadt zur Sondersitzung des Arnstädter Stadtrats beantragt von den Fraktionen die Linke und SPD

03.02.2011 von Georg Bräutigam

Zur Sondersitzung des Stadtrates

 

Wie man in der TA vom 02.02.2011 lesen konnte, wollen die Fraktionen der Linken und der SPD eine Sondersitzung des Stadtrates beantragen, in welcher der Arnstädter Bürgermeister den vorläufigen Jahresabschluss 2010 vorstellen und eine Darstellung der Auswirkungen auf das Haushaltsjahr 2011 geben soll. Diese sogenannte Dringlichkeit und Wichtigkeit, die eine Sondersitzung begründen würde, ist schon verwunderlich, da in der Sitzung Januar 2011 ein ähnlicher Antrag der Linken Nr.2011/0305 „Maßnahmen der Verwaltung im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung“ keine Mehrheit fand.

Vielleicht ist ja diese Sondersitzung so nötig, da in der Januarsitzung ca. 30 % der Stadtratsmitglieder der SPD und Linken aus sicherlich wichtigen Gründen (Winterschlaf) nicht anwesend waren und man nun das fast identische Thema noch einmal diskutieren will. Das die Verwaltung laut ThürKO §80 Abs.2 die Jahresrechnung 2010 innerhalb von 4 Monaten nach Abschluss des Haushaltsjahres aufstellen und dem Stadtrat vorzulegen hat, ist den Mitgliedern der Fraktionen der SPD und der Linken ja wohl bekannt. Der Termin für die Vorlage des Jahresabschlusses der Stadt Arnstadt wäre also der 1.Mai 2011! Das dies unsere Kämmerei vielleicht schneller schafft, steht außer Frage, liegt aber letztlich nicht nur an der Stadtverwaltung Arnstadt sondern auch an Zuarbeiten anderer Behörden, die nicht im Verantwortungsbereich unserer Stadt arbeiten. Eine Sondersitzung deshalb zu beantragen, hinterlässt schon das „Geschmäckle“ dass einzelne Mitglieder der einreichenden Fraktionen nicht auf ihr Stadtratssitzungsgeld Februar verzichten wollen, welches sie ja auch bei dieser beantragten Sondersitzung erhalten würden.

Aber vielleicht haben ja die Damen und Herren Stadtratsmitglieder der Linken und der SPD ganz andere Beweggründe. Da mehr als die Hälfte ihrer Stadtratsmitglieder gleichzeitig in unterschiedlichen Funktionen zB. als Landtagsabgeordnete auf Landesebene wirken, haben Sie ja vielleicht neue Informationen über ihr großes Engagement im Land für unser Arnstadt zu vermelden. Es wäre umso schöner, wenn Ihr Einsatz in die Richtung wirken würde, dass die finanziellen Landeszuführungen für unsere Stadt verbessert werden, denn bisher ging es immer in die andere Richtung.

Wenn das so wäre, könnten sich die Fraktionen der Linken und der SPD die Anerkennung der Fraktion Pro Arnstadt und aller Arnstädter Bürger sicher sein.

Allerdings, auch da hätte eine Sondersitzung des Finanzausschusses mit einer Extra Einladung für unsere Zeitungen gereicht.

Arbeiten und Tätigkeiten die viel Zeit kosten, aber keinen Nutzen oder Ergebnis bringen, nennt die gängige Literatur Zeitdiebstahl. Da in der Fraktion Pro Arnstadt zumeist Handwerker und Gewerbetreibende das Ehrenamt für unsere Heimatstadt bekleiden, würden wir uns freuen, wenn das nicht wieder Erwarten der Sinn dieser Sondersitzung ist!

 

Georg Bräutigam

Vorsitzender der Fraktion

Pro Arnstadt

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2011

19.01.2011 von Georg Bräutigam

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

am Mittwoch, den 23.Februar 2011 um 19.30 Uhr in der Triglismühle Siegelbach wird die Jahreshauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft”Pro Arnstadt” durchgeführt. Hierzu möchten wir Euch herzlich einladen.

Tagesordnung

1. Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden

2.Bekanntgabe der Tagesordnung

3.Rechenschaftsbericht des Vorstandes

4.Rechenschaftsbericht des Schatzmeisters

5.Bericht der Revisionskommission

6.Entlastung des Vorstandes und der Revisionskommission

7.Bericht des Bürgermeisters zum Jahr 2010, Vorschau auf das Jahr 2011

8.Bericht der Stadträte über die Arbeit in den Ausschüssen

9.Aktivitäten des Vereins 2011

10.Sonstiges

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Matthias Köllmer

Vereinsvorsitzender

PS.: Zur Mitgliederversammlung besteht die Möglichkeit den Mitgliedsbeitrag zu entrichten. Die Kassierung wird durch Herrn Bergmann erfolgen!

Einladung zur Jahresabschlussfeier

von Georg Bräutigam

Sehr geehrte Vereinsmitglieder,

zu unserer Jahresabschlussfeier am Samstag, den 05.02.2011 um 19.00 Uhr in der Gaststätte Triglismühle möchten wir Euch mit Partner/in recht herzlich einladen.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Matthias Köllmer

Vorsitzender

Öffentliche Antwort der Fraktion Pro Arnstadt auf Leserzuschriften der Stadtratsmitglieder der SPD Fraktion Hühn und Kunze

14.01.2011 von Georg Bräutigam

Betr. Leserzuschrift der Stadtratsmitglieder Christian Hühn und Stefan Kunze in der TA

Es ist schon erstaunlich, mit welchem fragwürdigen Stil (siehe TA Veröffentlichungen der ersten Kalenderwoche 2011) und auf welch geistiges Niveau sich, die immerhin in den Stadtrat gewählten SPD Mitglieder Hühn und Kunze begeben, um den Arnstädter Bürgermeister, Hans Christian Köllmer, in irgendeiner Art und Weise, möglichst öffentlich, an den Pranger zu stellen. Formulierungen wie Teilzeitbürgermeister und die Infragestellung elementarer Funktionen und Ergebnisse des Arnstädter Bürgermeisters sollen den Arnstädtern den Eindruck vermitteln, Hans Christian Köllmer sei nicht bürgernah, gegen eine innerstädtische Kommunikation und die Entwicklung im Gewerbegebiet Erfurter Kreuz habe mit ihm letztlich nichts tun.
Diese Aussagen werden natürlich wieder besseren Wissens getroffen und sind deshalb mehr als unredlich und für Mitgliedern des Arnstädter Stadtrats, die sich frei vom Parteienklüngel für die Belange unserer Stadt einsetzen sollten, mehr als unwürdig!
Nun wurde das ja mit einer bisher noch nicht gekannten Medienkampagne zum Beginn des Jahres 2010, letztlich sogar mit einem gemeinsamen Abwahlantrag der SPD und Linken, schon einmal blamabel erfolglos versucht und nun also auf ein Neues 2011.
Anstatt, dass sich die Arnstädter SPD, deren Vorsitzende Frau Mühlbauer immerhin Mitglied einer der Regierungsfraktionen im Land Thüringen ist, für eine vernünftigen Finanzausstattung unserer Heimatstadt einsetzt, wird getreu dem Wahlspruch „Angriff ist der beste Weg der Verteidigung“, der Arnstädter Bürgermeister verbal angegangen. Das lenkt ja vom eigenen Unvermögen der SPD, die Geschicke unserer Stadt positiv mitzugestalten ab!
Vielleicht haben die immer noch Stadtratsmitglieder Hühn und Kunze, welche sicherlich auf Landesebene in anderen Regionen schweben, ja bis zum heutigen Tag noch nichts davon gehört, dass unserer Heimatstadt nach derzeitigem Stand ein Finanzloch 2011 droht, das leider für jeden Bürger unserer Stadt schmerzliche Einschnitte bringen würde.
Bad, Museum, Bibliothek, Vereinsförderung, Theater, Tierpark, Stadthalle sind nur einige liebgewonnene und für unsere Stadt eminent wichtige Beispiele, die sicherlich nicht zu finanzieren sind, indem man einen Teil des monatlichen Stadtratssitzungsgeldes von immerhin 15 Euro spendet, wie es Frau Mühlbauer in den Medien zugesagt hat. Hier hätten wir uns das Engagement der Herren Hühn und Kunze gewünscht. Vorschläge im Arnstädter Finanzausschuss, wie das Finanzloch in unserer Kommune geschlossen werden könnte, haben wir jedenfalls von der SPD bis heute nicht gehört. Nachzulesen für jeden Bürger unserer Stadt in den entsprechenden Protokollen unserer städtischen Stadtratsausschüsse. Immer mehr Aufgaben vom Land an unser Arnstadt zu übertragen, aber die ausreichende Bezahlung dafür wegzulassen, das ist für uns das Sparen an der falschen Stelle!
Vielleicht sollten die Damen und Herren Landtagsabgeordneten mit Ihrem Tross von Bürovorstehern, gut bezahlten Referenten und Landesbediensteten, die als zu viel im Land Thüringen in der Verwaltung tätig sind (mehrere Tausend) bei sich selbst sparen und vernünftige Personalkonzepte für Thüringen erarbeiten, die eine solch effiziente, bürgernahe Verwaltung schafft, wie sie unsere Stadt schon lange hat.
Dass der Arnstädter Bürgermeister, Hans Christian Köllmer, seinen Neujahrsempfang in solch einer für unsere Heimatstadt kritischen Situation, nicht mit gutem Gewissen stattfinden lassen kann, ist nur zu gut zu verstehen. Dass viele Arnstädter sich den Neujahrsempfang wünschen als wichtige Veranstaltung für unsere Stadt, steht außer Frage.
Umso positiver ist es, dass sich einige Arnstädter Unternehmer und Bürger für diesen Empfang auch mit einem persönlichem finanziellen Einsatz stark machen, um das vergangene Jahr 2010 für unsere Stadt noch einmal zu würdigen und Revue passieren zu lassen, die Ehrenamtlichen, aktiven Bürger und engagierte Kinder und Jugendliche unserer Heimatstadt zu würdigen und auszuzeichnen. Das der Arnstädter Bürgermeister daran teilnimmt und auch eine Neujahrsrede für unsere Bürger hält, durchaus auch mit persönlichem Bezug, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Dieses Recht hat er als Arnstädter Bürgermeister- aber auch als einer der Mitinitiatoren der Arnstädter Wende 1989 allemal.

Georg Bräutigam
Vorsitzender der Fraktion Pro Arnstadt
im Stadtrat der Stadt Arnstadt

Grüße zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel

24.12.2010 von Georg Bräutigam

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Liebe Arnstädterinnen und Arnstädter, liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer von Pro Arnstadt,

wir bedanken uns bei Ihnen und Euch herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und die angenehme Zusammenarbeit im vergangenen Jahr!

Wir wünschen allen Arnstädtern und deren Familien wunderschöne Fest- und Feiertage im Kreis der Menschen, die Ihnen wichtig sind. Erholt Euch gut und kommt gesund und beschwingt ins neue Jahr.

FROHE WEIHNACHTEN UND EIN GESUNDES NEUES JAHR!

Vorstand Pro Arnstadt Fraktion Pro Arnstadt Bürgermeister von Arnstadt

Matthias Köllmer Georg Bräutigam Hans Christian Köllmer

Buchlesung am 2. November “Neunzig Schüsse an der Mauer”

22.10.2010 von Georg Bräutigam

Pro Arnstadt empfiehlt allen Arnstädtern die Teilnahme an dieser hochinteressanten Buchlesung!
Petra Stähr-Gräbedünkel liest im Rathaussaal aus ihrem ergreifendsten Buch

“Feuerwerk an der Mauer – Wieder ein Fluchtversuch vereitelt – Einschüsse auf Westberliner Gebiet – Senat erhebt schärfste Kritik – Entspannungsgespräche in Gefahr”. Ich sah meiner Vernehmerin dirket in die Augen und fragte ganz ruhig: “Die Tatsache, daß auf mich 90 Schüsse abgegeben wurden, auch auf die Gefahr meines Todes hin, wollen Sie mir also anlasten?”
“Natürlich! Jedem Bürger ist hinlänglich bekannt, daß auf Flüchtlinge geschossen wird – das ist in jedem Land so.”
Ich konnte mir ein bitteres Lachen nicht verkneifen – nun war schon alles egal, und ich sagte sarkastisch: “Ja, in jedem sozialistischen Land, da haben Sie wohl recht.”

Die Gefangennahme, die ersten Verhöre, man schreibt das Jahr 1971. Das 2009 erschienene autobiographische Buch der Arnstädterin Petra Stähr-Gräbedünkel ist nicht ihr Erstlingswerk, aber ihr erstes Werk, in welchem sie die Erlebnisse ihres Mannes Siegfried, den sie in ihrem Buch Peter nennt, ihre Sorgen und die ihrer Familie aufgeschrieben hat, sich frei geschrieben hat. Erlebnisse, auf die sie alle gern verzichtet hätten. Es sind die gemeinsamen Erinnerungen, chronologisch aufgeschrieben, in Kapitel eingeteilt, Sicht- und Denkweisen ihres Mannes und von ihr selbst. Es sind schier unglaubliche Dinge, weil so nicht geplant und vorbereitet, mehr ein trunkener Zufall, ein Irrtum, den die Behörden der DDR aber keinswegs so sahen und den angeblichen Fluchtversuch mit den ihnen zur Verfügung stehenden Machtmittel gnadenlos ahndeten. Auch nach der Festnahme bewahrte ihr Mann die Würde seiner Person und seine Einstellung zu dem Land DDR, daß er keineswegs liebte. Er kroch nicht zu Kreuze, blieb bei seiner Meinung, nahm die Folgen in Kauf. Seine Familie auch. Neunzig Schüsse werden bei dem angeblichen Fluchtversuch auf ihn abgegeben, ein Fluchtversuch, bei dem ihn wie durch ein Wunder nicht eine Kugel traf. Danach war nichts mehr so wie vor der Faschingsfeier im Herbst 1971. Nach Monaten wird der Prozeß im Februar 1972 eröffnet und endet am 1.Juni mit der Verurteilung wegen “…einfachen Fall von versuchter Republikflucht” mit 22 Monaten Haft. Nach der Revision wurden am 6. Oktober 1972 insgesamt 19 Monate zur Endgültigkeit der Strafe für eine Flucht, die eigentlich keine werden sollte, ausgesprochen. Es ist eine Geschichte von Tausenden, eine, die zwar skuril begann aber mit ebenso vielen Tränen, zerstörten Hoffnungen und Zweifeln endete. Es gleicht einem Wunder, daß nur wenige Wochen später eine Amnestie die Strafe auf weniger als ein Jahr verkürzte. Nach zwölf gestellten Ausreiseanträgen, unzähligen Demütigungen und Diskriminierungen bekommt die Familie die ersehnte und gewünschte “Grüne Karte”. Es ist der 22. Februar 1976 als vier “Staatenlose” die Republik der Arbeiter und Bauern verlassen dürfen.
Petra Stähr-Gräbedünkel schrieb auf 84 Seiten Jahre ihres Lebens auf, gewährte Einblick in ihr Denken und Leiden und reiht sich damit nahtlos ein in hunderte, tausende Fälle gleicher Art, jeder etwas anders und sich doch gleichend. Die einstige Sekretärin, die 1966 aus politischen und persönlichen Gründen ihr Studium der Germanistik und Geschichte / Kunstgeschichte (Lehramt) in Leipzig abbrach, übte danach mehrere Tätigkeiten aus. Im Jahr der Ausreise war sie persönliche Referentin an der Theaterhochschule Leipzig. Nebenbei absolvierte sie erfolgreich eine Ausbildung zur Staatlich geprüften Sekretärin mit Sprachdiplom in der englischen Sprache. 1989 begann sie mit dem Schreiben von Kinderbüchern, schrieb als Lokalberichterstatterin für den „Trierischer Volksfreund“. 1992 begann sie ein zweijähriges Fernstudium an der „Akademie des Schreibens“ in Hamburg und arbeitete an einer dreiteiligen Dokumentation über die Wende, den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung. Erst 2009 wagt sie sich an die Aufarbeitung ihrer schlimmsten Jahre in der einstigen DDR. Das Buch „Neunzig Schüsse an der Mauer“, erschien im Verlag Book on Demand, Norderstedt. Schreiben, Lesen, Malen, Skilaufen, Wandern, Reisen in fremde Länder und Kulturen gehören zu den Lieblingsbeschäftigungen der gebürtigen Arnstädterin, die am Dienstag, 2. November, 19.00 Uhr im Rathaussaal der Stadt Arnstadt bei einer Lesung live zu erleben ist. Die Junge Freiheit schrieb im Juli 2010: “Neunzig Schüsse an der Mauer” von Petra Stähr-Gräbedünkel ist ein autobiographisches Dokument, das die literarische Apotheke gegen Ostalgie sinnvoll erweitert. ” Eine Veranstaltung, die gemeinsam vom “Arnstädter Stadtecho” und der Stadt Arnstadt organisiert wird und zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Es wird natürlich kein Eintritt erhoben.

Sommerfest von Pro Arnstadt

28.07.2010 von Georg Bräutigam

Liebe Vereinsmitglieder,

zu dem am Samstag, den 14. August 2010 stattfindenden Sommerfest der Freien Wählergemeinschaft ” Pro Arnstadt” möchten wir Euch und Eure Partner/in recht herzlich in das Feuerwehrvereinshaus in Dosdorf einladen. Beginn: 18.00Uhr! Ab 19.00 Uhr Mutzbraten und andere Speisen!

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand